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Die Appenzeller Wind AG ist über den Entscheid der Standeskommission enttäuscht und kann diesen nicht nachvollziehen.

2015 hat der Grosse Rat die provisorische Eintragung von vier Standorten zur Nutzung der Windenergie im Kanton Appenzell Innerrhoden im kantonalen Richtplan entschieden.

Die Projektanten wurden somit angehalten, sich auf diese Gebiete zu konzentrieren.

 

Die Appenzeller Wind AG hat genau das getan und in Übereinstimmung mit dem Richtplan im Gebiet Honegg/Oberfeld ein Projekt zur Nutzung der erneuerbaren Windenergie unter Einbezug der Bevölkerung entwickelt.

 

Neben dem Verein Jugend pro Windrad der dem Projekt mit seinen rund 80 Mitgliedern einen grossen Support gegeben hat, haben auch mehr als 70 Personen aus der Region das Projekt finanziell unterstützt.

 

Dass ein so genanntes Einwändeverfahren, das für die definitive Festsetzung des Standortes im Richtplan notwendig war,

vor allem Gegner solch eines Projektes zur Stellungnahme auffordert ist klar und sollte die Behörden nicht über die Zustimmung der Bevölkerung zum Projekt hinwegtäuschen. Befürworter haben ja keine Einwände.

 

Die Appenzeller Wind AG ist der Auffassung, dass in Anbetracht der provisorischen Eintragung der Standorte

im kantonalen Richtplan durch den Grossen Rat auch derselbe über die definitive Eintragung eines Standortes befinden sollte

und nicht die Standeskommission.

 

Wir haben die Überweisung des Geschäfts an den Grossen Rat allein schon aus staatspolitischen Gründen erwartet.

 

 

Die Appenzeller Wind AG wird den Entscheid und die nächsten Schritte und Optionen im Detail prüfen.

 

Die Appenzeller Stimmbevölkerung hat in der eidgenössischen Volksabstimmung vom im Mai 2017 der Energiewende und damit auch den Ausbauzielen zur Windenergie zugestimmt. 

Die Projektanten sehen den Kanton Appenzell Innerrhoden in der Pflicht, hierzu im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten. Der Standort im Oberfeld ist im schweizweiten Vergleich auch mit dem Entscheid der Standeskommission ein sehr guter Windenergiestandort. Die Projektanten halten deshalb derzeit am Projekt fest.

 

Sie werden Wege prüfen, wie der Windpark trotz des Entscheids der Standeskommission realisiert werden kann. 


Wahr oder falsch?

Seit das Einwendeverfahren zu der für das Windenergieprojekt in Oberegg notwendigen Richtplan­anpassung läuft, wurden in zahlreichen Leserbriefen Fragen aufgeworfen und Aussagen zum Projekt und zur Windenergie gemacht, die wir an dieser Stelle gerne erläutern oder korrigieren möchten. Für ergänzende Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung und bitten Sie, uns Ihre Fragen per Mail auf info@appenzellerwind.ch zukommen zu lassen.

 

Die Abstände zwischen WEA und bewohnten Häusern betragen in Europa zwischen 600 und 1500 Meter.

Richtig

 

In Deutschland lässt sich bundesweit aus dem Immissionsschutzgesetz, ein Mindestabstand von 600 Metern zur Wohnbebauung ableiten. In Bayern wurde diese durch die so genannte (umstrittene) 10H-Regel verschärft, d.h. der Abstand zur Wohnbebauung muss 10x die Höhe der Anlage betragen.

In Bayern gilt die 10-H-Regel, wonach der Abstand zu Siedlungsgebieten und Streusiedlungen das 10-fache der Anlagenhöhe betragen muss.

Gemeinden können von der 10-H-Regel abweichen, wenn sie einen Bebauungsplan (analog zum Nutzungsplan in der Schweiz) erlassen

Somit hält jeder Schweizer Windpark, der nach aktueller Gesetzgebung und unter Einbezug der Gemeinde geplant wird, die 10-H-Regel ein.  

 

In Frankreich gilt ein Mindestabstand von 500 Metern und in mehreren österreichischen Bundesländern gelten Mindestabstände von 1000 bis 1500 Meter.

 

In der Schweiz orientiert sich der Abstand an der Einhaltung der in der Lärmschutzverordnung festgelegten Grenzwerte für hörbaren Schall. Er wird im Rahmen der für Windpärke obligatorischen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) überprüft. Die Grenzwerte sind derart definiert, dass bei Einhaltung der Planungswerte die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung geschützt ist. Das am 28. Juni 2017 verabschiedete Konzept Windenergie ist das bei Planung und Bewilligung von Windenergieanlagen zu berücksichtigende raumplanerische Instrument des Bundes. Für die darin enthaltene "Grundlagenkarte des Bundes betreffend die hauptsächlichen Windpotenzialgebiete" wurde ein Abstand von 300 bis 500 Metern von WEA zu Bauzonen verwendet.

 

Die Appenzeller Wind AG hat nicht über das Projekt informiert.

Falsch

 

Seit 2015 informiert die Projektantin in eigenen Veranstaltungen und auf Einladung mit zahlreichen Referaten und Präsentationen gerade in den umliegenden Gemeinden, aber auch Anwohner und Nachbaren direkt. Veranstaltungen haben unter anderem wie folgt stattgefunden (unvollständige Liste):

-          12.11.15 Infoanlass für Behörden und Verbände in Oberegg

-          26.01.17 öffentlicher Informationsanlass in Wald (AR)

-          23.03.17 öffentlicher Informationsanlass Oberegg

-          22.05.17 Projektvorstellung im Gemeinderat Oberriet

-          19.01.18 öffentliche Information in Rehetobel

-          23.01.18 Information Natur- und Umweltverbände, Oberegg

-          16.03.18 Projektvorstellung an der GV der Rhode Lienz

-          20.04.18 öffentliches Referat in Appenzell

 

Ende Mai 2015 wurden alle Anrainer im Umkreis von 1 km um den geplanten Standort zu einer Anrainerinformation eingeladen. Sie hat am 11.7.15 In Oberegg stattgefunden. Auch darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelkontakte zu Anrainern statt, die aber leider zum Teil verweigert wurden.

 

Im Mai 2017 wurden die Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten im Sichtbarkeitsbereich des geplanten Windenergieparks kontaktiert und bezüglich Informationsbedarf in den Gemeinderäten und den Gemeinden angefragt.

 

Die Anrainer zum Projekt in Oberegg wurden am 28.5.2016 zu einer Besichtigung eines Windenergieparks in Wildpoldsried im Allgäu eingeladen, damit sie sich ein eigenes Bild einer modernen Windenergieanlagen machen konnten.

 

Infraschall schädigt die Gesundheit der Anwohner.

Falsch

 

Infraschall sind Schallwellen ausserhalb des menschlichen Hörbarkeitsbereichs. Unzweifelhaft gehen solche von einer Windenergieanlage aus, wie auch von jedem Motor, eine schädigende Wirkung konnte bisher aber nicht bewiesen werden. Eine Studie des Bundeslandes Baden-Württemberg konnte keinen Zusammenhang zwischen Infraschall von Windenergieanlagen und Gesundheitsschädigungen feststellen.

 

Auch das Schweizer Bundesgericht hat dies in seinem kürzlichen Urteil zum Windenergieprojekt Grenchen festgehalten.

 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2Faza://20-04-2018-1C_263-2017&lang=de&zoom=&type=show_document

 

Die von der Mainzer Medizinuni vorgenommenen Untersuchungen, die Auswirkungen von Infraschall auf den Herzmuskel nachweisen, befasst sich mit einer grundsätzlichen Fragestellung und ist noch nicht publiziert. Zudem handelt es sich um eine Studie in einer Laborsituation. Inwiefern und unter welchen Bedingungen effektiv ein schädigendes Potenzial von Windenergieanlagen emittierten Infraschall auf Lebewesen ausgeht, soll in weiteren Studien untersucht werden. Die Erkenntnisse der Mainzer Uniklinik in Bezug auf Windenergieanlagen sind folglich alles andere als gesichert.

 

Das Gewicht einer einzigen Windenergieanlage beläuft sich auf 7'000 Tonnen.

Falsch

 

Die Anlagenlieferantin Enercon gibt für den in Oberegg projektierten Anlagetypen folgende Gewichte an:

 

Betonfundament                                                     70.5 t

Turm                                                                   2’026 t

Gondel, Rotor, Rotorblätter                                455.6 t                           

Total                                                                    2'552 t 

 

Das Richtplanverfahren ist die letzte Chance für die Mitwirkung der Bevölkerung.

Falsch

 

Die Anpassung des Richtplans ist das erste notwendige Verfahren für die Realisierung des Projektes in Oberegg. Im Rahmen des Einwendeverfahrens kann jedermann seine/ihre positiven und kritischen Einwände zum Projekt vorbringen. Danach folgt das Nutzungsplanverfahren. Auch hier besteht ein Rekursmöglichkeit bis vor Bundesgericht und schliesslich muss auch das ordentliche Bauverfahren mit den entsprechenden Einsprachemöglichkeiten durchlaufen werden.

 

Die Menge an Strom, die in Oberegg mit Windenergie erzeugt werden kann, ist irrelevant.

Falsch

 

Es liesse sich mehr Energie erzeugen, wenn das für die Windenergie vorgesehene Gebiet grösser wäre. Diese Einschränkung ist aber über den Richtplan politisch vorgegebenen.

 

In Anbetracht steigender internationaler Unsicherheiten ist jede in der Schweiz erzeugte Strommenge relevant, weil die Auslandabhängigkeit sinkt und die Wertschöpfung in der eigenen Region anfällt und nicht ins Ausland exportiert wird. Niemand hat behauptet, dass mit den beiden Windenergieanlagen in Oberegg das Schweizer Stromproblem gelöst werden kann. Wäre die Strommenge irrelevant, könnte man auch darauf verzichten, PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern zu montieren.

 

Wenn mit den beiden Windenergieanlagen, die nur wenige hundert m2 Land beanspruchen, 40% der Haushalte des Kantons AI mit Strom versorgt werden können,

ist das relevant.

 

Die Windenergieanlagen rentieren nur Dank Subventionen, sie fallen der Allgemeinheit zur Last.

Falsch

 

Die Windenergieanlagen bekommen keine Subventionen, die aus Steuergeldern stammen. Auf Bundesebene existiert seit Jahren ein Fördersystem für erneuerbare Energien, weil es dem Volkswillen entspricht, dass in der Schweiz mit verschiedenen Technologien mehr erneuerbarer Strom produziert wird. Die finanziellen Mittel dafür werden über eine Förderabgabe und die Stromrechnung und in Abhängigkeit des Stromverbrauchs in der ganzen Schweiz erhoben. Das System wurde in einer Volksabstimmung im Mai 2017 bestätigt, auch die Kantone AI, AR und SG haben dieser Abstimmung über das Energiegesetzt zugestimmt.

 

Es liegt im Interesse des Kantons Appenzell Innerrhoden, dass wenn für ein Fördertopf auf Bundesebene in der ganzen Schweiz Geld gesammelt wird, ein möglichst grosser Anteil in unsere Region fliesst. Vom Projekt profitieren zahlreiche Gewerbetreibende und Bürgerinnen und Bürger, die in das Projekt investieren, und über die Einkommens- und Unternehmenssteuern fliesst ein erheblicher Teil der erzielbaren Wertschöpfung des Projektes an die Allgemeinheit.

 

Die Häuser in der Umgebung der Windenergieanlagen werden auf Null entwertet.

Falsch

 

Diese Aussage ist so sicher falsch. Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass wenn gesetzlich festgelegte Mindestabstände und Immissionswerte eingehalten werden, die Wohn- und Wertqualität nicht beeinträchtigt wird.

 

Unabhängig davon kann eine Wertminderung von Immobilien und Grundstücken nie zweifelsfrei auf den geplanten Bau oder das Vorhandensein von Windenergieanlagen zurückgeführt werden. Im Gegenteil: Der Immobilienmarkt wird von vielfältigen Faktoren beeinflusst. Fachleute sprechen dabei von sogenannten „vorübergehenden Marktirritationen“, wenn sich Grundstücke und Immobilien durch Veränderungen im Umfeld schlechter verkaufen lassen. Ein langfristiger Preiseffekt von Windenergieanlagen konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

 

Die im Oberfeld geplanten Windenergieanlagen werden über Fördergelder finanziert und belasten die Endverbraucher.

Falsch

 

Zuerst hat der Bund ein Fördersystem eingerichtet und beschlossen, dass von den Stromkonsumenten eine Förderabgabe erhoben wird. Damit sollen dann Projekte unterstützt werden. Die Behauptung, dass die geplanten Windenergieanlagen die Endkonsumenten belasten ist also falsch. Die Förderabgaben würden sowieso erhoben und in Projekten an anderen Standorten eingesetzt. Ein Rückfluss und eine Wertschöpfung würden dann anderswo stattfinden, nicht im Kanton AI.

 

Eine lokale Betrachtung «Strom aus der Region» ist wenig zielführend.

Falsch

 

Der Transport von Strom im Stromnetz führt zu so genannten Netzverlusten. Diese betragen im Höchstspannungsnetz auf 100 Transportkilometer rund 1%, hinzu kommen die Verluste, wenn der Strom vom Höchstspannungsnetz auf niederere Spannungsebenen bis zum Endverbraucher transformiert wird.

 

Ganz unabhängig wer die Energie aus dem Oberfeld kauft, wird sie rein physikalisch in einem Umkreis von ca. 15 km vollständig konsumiert und nicht auf das Höchstspannungsnetz transformiert werden. Weil es an anderen grösseren Energieproduktionen in der Region mangelt, kommt der Strom für diese Region heute mehrheitlich aus dem Kernkraftwerken Beznau und Leibstadt. Weil die Stromproduktion mit den Windenergieanlagen im Oberfeld näher beim Kunden ist, helfen sie also, Netzverluste zu reduzieren.

 

Die Windenergieanlagen kommen in einer Grundwasserschutzzone zu stehen. Die Wasserversorgung von Wald (AR) ist gefährdet.

Falsch

 

Die Frage des Quellschutzes wurde im Rahmen der Machbarkeitsstudie detailliert abgeklärt. Wäre die Wasserversorgung einer Gemeinde gefährdet, hätte die Standeskommission die definitive Richtplanfestsetzung ganz sicher nicht lanciert. Die für die Gemeinde Wald relevanten Quellen befinden sich in einer Distanz von mind. 300 m zu den geplanten Windenergieanlagen. Die Eine Windenergieanlage befindet sich in einer provisorischen Grundwasserschutzzone, die den Bau aber nicht verhindert. Die rechtlichen Vorschriften betreffend Grundwasser- und Quellschutz werden eingehalten.

 

Die Rhode Kornberg Altstätten bekommt 60'000 CHF pro Jahr von der Appenzeller Wind AG.

Falsch

 

Die Rhode Kornberg ist die Landeigentümerin des Projektgeländes und hätte das Projekt auch im eigenen Namen und auf eigene Rechnung entwickeln können.

 

Zwischen der Appenzeller Wind AG und der Rhode Kornberg wurde eine privatrechtliche vertragliche Lösung abgeschlossen, die eine Entschädigung in Abhängigkeit des Nettoertrages der Windenergieanlagen vorsieht. Die in den Leserbriefen dargestellten Beträge sind falsch. Die Rhode Kornberg und die Appenzeller Wind AG haben bezüglich der vertraglichen Details Stillschweigen vereinbart.

 

Die Windenergieanlagen benötigt grosse Mengen von so genannten «seltenen Erden».

Falsch

 

Seltene Erden werden für Dauermagneten benötigt, die Enercon-Anlagen produzieren den Strom ausschliesslich mit Elektromagneten.

 

 

 


Projektnews 11.April 2018

 

Die Appenzeller Wind AG begrüsst den Entscheid der Standeskommission zur Eröffnung des Einwendeverfahrens zur Anpassung des Richtplans, die eine Voraussetzung für die Realisierung des geplanten Windenergieprojekts in Oberegg ist. Sie nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die Standeskommission mit der Nutzung der Windenergie am bestgeeignetsten Standort im Kanton Appenzell Innerrhoden einen Beitrag zur Energiewende leisten will.

 


Im April 2017 haben die Projektanten der Appenzeller Wind AG den kantonalen Behörden eine Machbarkeitsstudie von nahezu 1'000 Seiten Umfang zur Nutzung der Windenergie im Gebiet Honegg – Oberfeld in Oberegg eingereicht. Die Standeskommission und die zuständigen Amtsstellen haben die Unterlagen in den letzten Monaten studiert und beurteilt. Sie haben eine zusätzliche Studie zum Thema Land­schaftsschutz erstellen lassen. Während sich die Auswirkungen der zwei geplanten Wind­energie­an­lagen auf Vögel, Fleder­mäuse, Wildtiere, den Richtfunkverkehr, aber auch der Schattenwurf der drehenden Rotoren oder die Lärmentwicklung usw. durch betrieb­liche Massnahmen redu­zieren lassen oder durch Kompen­sations­massnahmen ausgeglichen werden können, bleibt der Bau eines Windparks unzweifelhaft ein weitum sichtbarer neuer und zum Teil fremd wirkender Eingriff in die Natur. Dies sind sich die Projektanten der Appenzeller Wind AG wie auch die Standeskommission sehr bewusst. Aber schon wenige Jahre nach dem Bau werden diese Anlagen nicht mehr neu in der Landschaft wirken, sondern dazu gehören. «Wir freuen uns, dass die Vorzüge des Projektes auch die Standes­kommission über­zeugt haben und sie die kantonale Energiepolitik konsequent umsetzt», stellt Adalbert Hospenthal, Verwaltungsrats-Präsident der Appenzeller Wind AG fest und detailliert den Nutzen des Projektes wie folgt:

-         Produktion von rund 13 – 14 Mio. kWh erneuerbarer Energie mit der rund 40% aller Haushalte des Kantons Appenzell Innerhoden mit Strom versorgt werden können.

-         Wichtiger Beitrag der Region zum Ausstieg aus der Atomenergie. Heute kommt solch einem Projekt in der Schweiz Leuchtturmcharakter zu, weshalb die beiden Anlagen Ausstrahlung in der ganzen Schweiz haben werden und Appenzell Innerrhoden als traditionsbewussten, aber auch zukunftsorientierten und modernen Kanton wahrnehmen lassen.

-         Rückbaubarkeit der Anlagen, ohne einen dauerhaften Schaden in der Natur oder problematische Abfälle zu hinterlassen.

 

-         Volkswirtschaftlicher Nutzen: Es wird davon ausgegangen, dass in der Bauphase vom Investitionsvolumen von rund 20 Mio. CHF Arbeiten in Höhe von ca. 5-7 Mio. CHF in der Region vergeben werden. Zudem bringt der Betrieb der Anlagen in rund 25 Jahren mehr als 20 Mio. CHF an regionaler Wertschöpfung.

-         Förderung von Unternehmertum und einer attraktiven Investitionsmöglichkeit für Bürgerinnen und Bürger aus der Region.

 

Die geplante Richtplananpassung wird öffentlich aufgelegt. Jedermann kann während der Auflagefrist von 30 Tagen schriftlich Einwendungen einreichen. Im Anschluss daran werden die Standeskommission und der Grosse Rat im Rahmen einer umfassenden Interessenabwägung zu entscheiden haben, ob der Standort Honegg - Oberfeld definitiv für eine Windenergieanlage im kantonalen Richtplan festgelegt wird. Bis zur Inbetriebnahme der Anlage dürfte es gemäss Hospenthal noch 2-3 Jahre dauern.

 

Oberegg, 11. April 2018

 

 

Weitere Informationen zum Projekt:

 

-        https://www.ai.ch/themen/planen-und-bauen/raumplanung/richtplanung/richtplanaenderung-windenergie-honegg-oberfeld

 

 

 

Für Auskünfte:

 

Dr. Valentin Gerig, Verwaltungsrat Appenzeller Wind AG,
valentin.gerig@appenzellerwind.ch / 079 671 16 12

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Projektnews 29. Januar 2018

Information und Einbezug der Natur- und Umweltverbände

Die Appenzeller Wind AG führte am 23. Januar 2018 eine Informationsveranstaltung der national tätigen Natur- und Umweltverbände zum Windenergieprojekt in Oberegg durch. Verschiedene Experten erläuterten Ihre Fachgutachten, die sie für die Machbarkeitsstudie des Projektes erstellt hatten.

Anfang April 2017 hat die Appenzeller Wind AG den zuständigen kantonalen Behörden die Machbarkeitsstudie für das Windenergieprojekt auf der Alp Oberfeld in Oberegg eingereicht. Diese umfasst rund 1'000 Seiten, vorwiegend Fachgutachten zum Potenzial der Stromproduktion und den Auswirkungen auf verschiedene Schutzgüter wie Vögel, Fledermäuse, Landschaft usw. Das Pflichtenheft für die Machbarkeitsstudie wurde in Abstimmung mit den kantonalen Behörden erstellt und auch die angrenzenden Kantone und das Land Vorarlberg hatten die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse anzumelden, welche auch vollständig berücksichtigt wurden.

Unbestritten stellt ein Windenergieprojekt ein Eingriff in Natur und Landschaft dar. Die Appenzeller Wind AG hat deshalb in der Machbarkeitsstudie und auch dem bereits weitgehend fertig gestellten Umweltverträglichkeitsbericht von renommierten Fachexperten sehr genau prüfen lassen, welches die Auswirkungen des Projektes sind. In der Machbarkeitsstudie werden dazu die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen aufgezeigt und die Auswirkungen des Projektes in der Bau- und der Betriebsphase in den vorgegebenen Themen (vgl. dazu das das Pflichtenheft zur Machbarkeitsstudie, publiziert auf www.appenzellerwind.ch). Soweit das Projekt Schutzgüter tangiert oder vom Projekt spezielle Risiken ausgehen (z.B. Eiswurf) zeigen die Fachberichte die Risiken und schlagen zugleich Vermeidungs-, Minderungs- und Kompensationsmassnahmen auf, so dass die Umweltverträglichkeit des Projektes gewährleistet ist und die Risiken minimiert werden.

An der Informationsveranstaltung im Gasthaus Wilden Mann in Oberegg referierten Vertreter der Appenzeller Wind AG zum Projekt und zur Machbarkeitsstudie, verschiedene Experten von ARNAL Büro für Natur und Landschaft AG, Herisau, zum Umweltverträglichkeitsbericht und zur Betroffenheit der Schutzgüter Vögel und Landschaft. Dr. Fabio Bontadina, SWILD Zürich, stellt die Betroffenheit und die notwendigen Vermeidungs- und Kompensationsmassnahmen betreffend Fledermäuse dar und Ralph Etter, Leiter des kantonalen Amtes für Raumentwicklung beleuchtete die weiteren Verfahrensschritte bis zu einer Baubewilligung. An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter von WWF teil, von der Stiftung Landschaftsschutz, vom Heimatschutz AI/AR, Pro Natura und von der Vogelschutzorganisation Birdlife.

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Unsere Meinung

 

„Das Projektgebiet für die Windenergieanlagen liegt innerhalb eines Hochwildjagdgebietes. Wildruhezonen oder Jagdbanngebiete sind keine betroffen. Die Patentjäger von Oberegg unterstützen die Produktion erneuerbarer Energie in der Region und sehen mit Wohlwollen auf das Projekt der Appenzeller Wind AG im Oberfeld." 

 

Patentjäger von Oberegg